Schmieden
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Schmieden

Forging

Formgebung von Stahl bei 850–1200°C durch Freiform- und Gesenkschmieden. Dichtes Gefüge und überlegene mechanische Eigenschaften mit Pressen und Hämmern.

Schmieden ist der Prozess der Formgebung von Stahl bei hohen Temperaturen (850–1200°C) durch plastische Verformung unter Druck. Große Querschnitte, Sonderformen und Teile mit hohen mechanischen Anforderungen, die durch Walzen nicht hergestellt werden können, werden durch Schmieden gefertigt. Das Mindestverhältnis beträgt 3:1, wodurch Porosität und Seigerungen im Gussgefüge vollständig geschlossen werden.

Beim Freiformschmieden wird Stahl zwischen flachen oder profilierten Gesenken komprimiert und geformt. Mit einer 1700-Tonnen-Hydraulikpresse werden geschmiedete Stäbe im Durchmesserbereich von 140–1000 mm und Längen bis 12 m hergestellt. Das Werkstück wird bei jedem Schritt mit dem Manipulatorarm gedreht, um homogene Verformung zu gewährleisten.

Gesenkschmieden wird mit pneumatischen Hämmern durchgeführt. Teile zwischen 1–150 kg werden in vorgefertigten Gesenken endformnah geschmiedet. Diese Methode wird besonders für Serienteile (Flansche, Ventilgehäuse, Zahnradrohlinge) bevorzugt. Materialabfall wird durch Net-Shape- oder Near-Net-Shape-Fertigung minimiert.

Nach dem Schmieden wird kontrollierte Kühlung angewandt. Je nach Stahlsorte wird langsame Ofenkühlung (legierte Stähle) oder Luftkühlung (Kohlenstoffstähle) bevorzugt. Jedes Schmiedeteil wird durch Ultraschallprüfung kontrolliert und nach EN 10228-3 oder SEP 1921 bewertet.

Technische Parameter

Schmieden — Wichtige technische Daten des Prozesses

Schmiedetemperatur
850–1200°C
Pressenkapazität
1700 Tonnen
Hammerkapazitäten
12,5, 63, 86 kg
Produktionsdurchmesserbereich
140–1000 mm
Teilegewicht
1–5000 kg
Schmiedeverhältnis
min. 3:1 – 8:1
Maximale Länge
12 m

Ausrüstung & Anlagen

  • Hydraulische Presse 1700 Tonnen
  • Pneumatische Hämmer (12,5 kg, 63 kg, 86 kg)
  • Drehherdofen
  • Manipulatorarm
  • Gesenk-Heizungs- und Schmiersystem
  • Kontrollierte Kühleinheit nach dem Schmieden
  • CNC-Ringwalzmaschine

Qualitätskontrollpunkte

  • Schmiedeverhältniskontrolle (min 3S)
  • Ultraschallprüfung (EN 10228-3, SEP 1921)
  • Makrostrukturuntersuchung (Stufendrehen)
  • Mechanische Prüfungen (Zug, Schlag, Härte)
  • Maßmessung und Geometriekontrolle
  • Endkontrolle nach Wärmebehandlung

Referenzstandards

EN 10250EN 10222EN 10228-3SEP 1921ASTM A788ASTM A668

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Technische Unterstützung & Angebot

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